Berichte

„Rund um die Orgel“ - die Chinderfiir auf Entdeckungsreise mit der Kirchenmaus

Am letzten Freitag fand zum ersten Mal seit langer Zeit wieder eine Chinderfiir statt. Gemeinsam mit der Kirchenmaus entdeckten die Kinder die Orgel in der Reformierten Kirche. Unsere Organistin, Andrea Jäckle, weihte sie in die Geheimnisse des riesigen Instruments ein.

Die Orgel wurde 1960 von der Firma Metzler Orgelbau AG erbaut und verfügt über 34 Register auf 3 Manualen und Pedal. Ob die kleinen Kirchenmäuse es geschafft haben, all die vielen Orgelpfeifen zu zählen, wissen wir nicht. Auf jeden Fall hatten sie riesigen Spass daran, dem Instrument selbst einige Töne zu entlocken und mit den vielen Knöpfen die einzelnen Register und Klangfarben zu erforschen. Neben einem kleinen Quiz und einer Schatzsuche in der Kirche kam auch das gemeinsame Singen, das nun endlich wieder möglich ist, nicht zu kurz! Ein rundum stimmiger, fröhlicher und herzerfüllender Nachmittag!

 

Die Kirchenmaus bekommt Besuch

Es war einmal eine kleine Kirchenmaus. Schon lange lebte sie in der Kirche und schlüpfte nur dann und wann nach draussen, um einen versehentlich fallengelassenen Bissen Brot vor der Bäckerei oder ein übriggebliebenes Stückchen Käse auf der Terrasse des naheliegenden Restaurants zu erhaschen. Aber ihr Zuhause war und blieb die Kirche. Sie kannte in der Kirche jeden Winkel, jede Schwelle, jedes Loch in der Wand, vom Eingang bis zum Chorraum und bis hinauf auf die Kirchturmspitze. Es war IHRE Kirche und für sie das Allerschönste der Welt.

Doch obwohl sich die Kirchenmaus sehr wohlfühlte, war sie bisweilen einsam. Denn Besuche waren selten und vor allem die kleinen Menschen, die sie besonders mochte, waren nicht so oft gesehene Gäste.

Eines Tages, als die Kirchenmaus gerade kopfüber, sich nur mit ihrem Schwanz festhaltend, am Geländer der Empore hing und gelangweilt hin- und herschaukelte, vernahm sie plötzlich Kinderstimmen vor der Kirchenpforte. Vor Aufregung wäre sie beinahe kopfvoran in die Tiefe gefallen. Gerade noch konnte sie sich mit ihren kleinen Krallen festhalten und sauste in voller Fahrt die Treppe hinunter, um schnellstens zu schauen, wer denn da käme. Es waren tatsächlich Kinder!

Gemeinsam mit der Organistin und einigen anderen Erwachsen kamen sie mit staunenden Augen herein und stiegen auf die Empore zur Orgel hinauf. Wie sich die Kirchenmaus freute!

Die Organistin erklärte den Kindern, wie die Orgel funktioniert, und weihte sie in die Geheimnisse des riesigen Instruments ein. Es gab Register, die man mit Knöpfen bedienen konnte. So wurde die Luft je nachdem in unterschiedliche Arten von Orgelpfeifen geblasen. Es gab Pfeifen aus Holz, die ähnlich wie Flöten klangen, ein bisschen dumpf. Es gab Pfeifen aus glänzendem Metall, die eher laut klangen und manchmal auch ein bisschen schrill. Die Pfeifen gab es in allen Grössen und Längen.

Die Kinder hatten riesigen Spass daran, der Orgel Töne in allen Farben und Lautstärken zu entlocken und mit den vielen Knöpfen die einzelnen Register zu erforschen. Und die Kirchenmaus freute sich mit ihnen, hüpfte und tanzte auf den Orgelpfeifen herum.

Anschliessend durften die Kinder bei einem Quiz ihr Wissen unter Beweis stellen. Die Kirchenmaus half tatkräftig mit und flüsterte den Kindern manchmal die richtige Antwort ins Ohr, wenn sie sie nicht wussten.

Am tollsten aber war die Schatzsuche. Kreuz und quer ging es durch die Kirche und die Kirchenmaus wurde nicht müde, den Kindern immer wieder Hinweise zu geben, wo die Suche denn als nächstes weitergehen würde. Zum Schluss fanden die Kinder den Schatz. Was für eine Freude: Eine Kiste, gefüllt mit alten Orgeltasten, die man als Anhänger benutzen konnte, und mit silbernen Orgeltasten aus Schokolode! Natürlich bekam auch die Kirchenmaus etwas davon ab. Schliesslich hatte sie ja auch geholfen.

Doch bald kehrte wieder Stille ein in der Kirche und die Kirchenmaus war wieder allein. Doch sie war zufrieden und dachte noch lange an den lustigen Nachmittag mit den Kindern zurück. Und sie freute sich auf die nächste Chinderfiir, die sie hoffentlich bald wieder mit ihnen feiern würde.

 


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