anKlang-Gottesdienst vom 28.10.2018

Gotta Serve Somebody

Die Pfarrerinnen Verena Hubmann und Andrea Anker stellen den anKlang-Gottesdienst vom vergangenen Sonntag unter den Titel „Gotta Serve Somebody“ des bekannten Poeten und Songwriter Bob Dylan. Dylan, ein weltberühmter amerikanischer Komponist, Poet und Texter, der 2016 wohl zu seinem eigenen Erstaunen mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet worden ist, verleiht dem Gottesdienst sein Gepräge. Seine Musik wird aufgeführt von Peter Roth als Sänger und am E-Piano, von Adelina Filli am Kontrabass sowie von Maurizio Grillo am Schlagzeug.

Es ist ein Experiment, einen Gottesdienst vollständig von Englisch abgefassten Songs von Bob Dylan begleiten zu lassen, im Wissen darum, dass die meisten Gottesdienstbesucherinnen und –besucher altershalber wohl kaum in den Genuss von Frühenglischunterricht gekommen sind. Gute Idee deshalb, den Anwesenden die berührenden, unter die Haut gehenden Texte von Dylan in Deutsch abzugeben, zumal diese auch Grundlage bildeten für Liturgie und Predigt.

 

Peter Roth als Hauptinitiant der Idee zum Bob-Dylan-Gottesdienst-Konzert?

Im Unwissen, ob die oben gemachte Aussage der Wirklichkeit entspricht, reisst Peter Roth seine Mitmusiker Adelina Filli und Maurizio Grillo bereits beim Erklingen der ersten Töne mit und das Trio vermag mit seiner Musik die Gottesdienstbesucher zu andächtigem Zuhören zu bewegen. Wenn Peter Roth mit jugendlichem Schalk und mit viel Rhythmus in Händen und Füssen singt und sich selbst begleitet, springt der Funke und man schenkt seiner Aussage Glaube, dass er sich seit über 50 Jahren mit den Texten und der Musik von Bob Dylan beschäftigt. Mit Freude dürfen die Zuhörerinnen und Zuhörer feststellen, dass es Peter Roth gelingt, die beiden Pfarrerinnen als Backgroundsängerinnen zu engagieren. Aus dem Musikertrio ist so bei der Präsentation einiger Songs ein Quintett geworden, dem man gerne zuhört.

In wessen Dienst stellen wir uns?

Diese Frage stellt sich Bob Dylan im Lied: „Gotta Serve Somebody“ und sie wird auch, Jahrhunderte zuvor, in den Worten der Bergpredigt angesprochen. Dylan bringt es etwa so zum Ausdruck: „Wer immer du bist, was immer du tust, du musst dich entscheiden, in wessen Dienst du dich stellst. Vielleicht ist es das Böse, vielleicht ist es Gott. Aber du muss dich entscheiden, in wessen Dienst du dich stellst.“ Die Gedanken von Andrea Anker kreisen ums Thema, ‚diesen’ zu finden, dem du angehören willst und in dessen Dienst du dich stellen willst. Für die Pfarrerin Andrea Anker ist es Gott. Nahtlos setzt hier Verena Hubmann ein mit ihren Ausführungen zum Thema: „Und wie ist Gott zu finden?“ unter Einbezug des Dylan-Liedes: „Every Grain of Sand“. Dort heisst es in der zweiten Strophe :„Doch in der grössten Verwirrung erkenne ich des Schöpfers Hand, in jedem Blatt, das tanzt, in jedem Körnchen Sand.“

We Shall Overcome

Mit dem tröstlichen, gemeinsam gesungenen, Song: „We shall overcome“, zwar nicht aus der Feder“ von Dylan, mit einer Zugabe des Quintetts sowie mit dem Beisammensein im Kirchgemeindehaus beim Apero im blumengeschmückten Kirchgemeindehaus endet der unvergessliche ‚Bob-Dylan-Gottesdienst’.


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